Falls du nicht ganz so tief in die Zusammenhänge von Bauchfett und den zahlreichen damit einhergehenden Erkrankungen eintauchen möchtest, haben wir hier vorab für dich 10 gute Gründe aufgelistet, warum du unbedingt erhöhte Viszeralfettwerten vermeiden solltest.

Übermäßiges Bauchfett begünstigt aktiv eine Vielzahl von Erkrankungen, darunter auch Bluthochdruck.

Übermäßiges Bauchfett begünstigt aktiv eine Vielzahl von Erkrankungen, darunter auch Bluthochdruck.

  • Übergewicht
  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Thrombosen
  • Embolien

Möchtest Du jetzt mehr über die Zusammenhänge und Auswirkungen auf deine Gesundheit erfahren? Dann lies einfach weiter und erhalte tiefergehende Informationen zum Thema Bauchfett reduzieren.

Viszeralfett ist ganz und gar keine passive Masse! Im Gegenteil, dieses Fettgewebe stellt ein endokrines Organ dar, d.h. es produziert eine Vielzahl von Hormonen, die über den Blutkreislauf in deinem Körper verteilt werden und intensiv in deinen Stoffwechsel eingreifen. Je mehr Bauchfett du hast, desto größer sein Einfluß auf deinen Körper. Es wird Zeit konkret zu werden. Wie greift Viszeralfett in deinen Stoffwechsel ein?

Durch Bildung des Hormons Leptin steuert dein Bauchfett dein Sättigungsgefühl. Hohe Leptinwerte vermitteln deinem Körper einen Sättigungszustand. Leptin wirkt also appetithemmend. Prima wirst du denken, dann esse ich doch weniger. Richtig, so funktioniert es im Optimalfall. Stark ausgeprägtes Viszeralfett schüttet jedoch dauerhaft hohe Mengen an Leptin aus. Die entsprechenden Rezeptoren in deinem Gehirn verlieren unter diesem Dauerfeuer leider ihre Sensibilität, sie werden immer unempfindlicher. In der Folge führt massives Bauchfett zur Leptin-Resistenz und damit zu permanentem Hungergefühl. Fortan befeuert sich das System selbständig und du wirst immer dicker werden.

Das Hormon Adiponektin wird ebenfalls von deinem Fettgewebe produziert und reguliert u.a. zusammen mit Leptin und Insulin deinen Zucker- und Fettstoffwechsel. Adiponektin wird nur in nennenswerten Mengen gebildet, wenn deine Fettzellen kaum gefüllt sind. In deiner Leber hemmt es dann die Neubildung von Zucker und regt gleichzeitig die Spaltung von Fettsäuren an. Weiterhin stimuliert es die Zuckeraufnahme in deinen Muskelzellen und regt die Bildung von Insulin an, welches den Zucker dann in deine Zellen hinein schleust. In ausreichenden Mengen produziert wirkt Adiponektin auch entzündungshemmend auf Blutgefäßwände und Zellmembranen. Soweit zur Beschreibung des optimalen Zustandes.

Bist du übergewichtig, dann verhindern deine prall gefüllten Fettzellen die Ausschüttung von Adiponektin. Der abgesenkte Adiponektinspiegel führt zu Hemmung deiner Insulin-rezeptoren oder gar zur Insulinresistenz. Da der Zucker nun nicht mehr in die Zellen gelangen kann, versucht dein Körper mittels deiner Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin zu produzieren. Am Ende überfordert dieser fatale Kreislauf deine Bauchspeicheldrüse derartig, dass sie versagt. Damit hast du einen klassischen Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt und musst fortan Insulin durch Spritzen zuführen. Dieser erworbene Diabetes Typ 2  entwickelt sich schleichend und kann in einem frühen Stadium noch durch ausreichende Bewegung und Reduktion deines Körpergewichts (in den altersgerechten statistischen Normbereich für Gesunde) sehr gut unter Kontrolle gehalten werden.

Wir haben bisher nur wenige Beispiele für bauchfettbedingte Erkrankungen erläutert. Welche weiteren Fakten sollten dich motivieren, dein Viszeralfett zu kontrollieren? In diesem Zusammen-hang sind vor allem die Herz-Kreislauf-Erkrankungen von großer Bedeutung. Wie du nun weist, kann Viszeralfett durch Schädigung der Bauchspeicheldrüse deine Insulinproduktion einschränken. Insulin hat nicht nur Einfluss auf deinen Blutzuckerspiegel, es hemmt auch gleichzeitig die Freisetzung von Fettsäuren, die sogenannte Lipolyse. Entsprechend führt ein Insulinmangel zu steigenden Cholesterin- und Triglyceridspiegeln, den sogenannten Blutfettwerten.

Die Kombination aus abdominalem Übergewicht, also zu viel Bauchfett, hohen Blutzuckerwerten und erhöhten Blutfettwerten führt wiederum zur Bildung einer Arteriosklerose. Das Bauchfett ist hier auch durch die Ausschüttung von Zytokinen beteiligt. Dabei handelt es sich um entzündungsfördernde Botenstoffen, die deinen Körper in einen Zustand permanenter unterschwelliger Entzündung versetzen und so zur Ausbildung der Arteriosklerose beitragen. Diese stellt eine chronisch fortschreitende Degeneration der Arterienwände dar und ist durch zunehmende Verhärtung und Verdickung der Gefäßwände gekennzeichnet. Die Elastizität der betroffenen Blutgefäße nimmt ab und in der Regel wird das Gefäßvolumen verengt.

Die Folgeerscheinungen der Arteriosklerose sind Hauptursache für die erhöhte Sterblichkeit bei Diabetikern! Worum genau handelte sich? Es geht hier um folgende drei komplexe Krankheitsbilder:

  • die koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt,
  • Arteriosklerose der mit dem Gehirn assoziierten Blutgefäße und Schlaganfall
  • sowie die periphere arterielle Verschlußkrankheit, pAVK.

Eine durch Arteriosklerose hervorgerufenen Verhärtung der Arterien führt zu Bluthochdruck. Dieser belastet das Herz, da es mit mehr Kraft schlagen muss, um Blut in den Kreislauf zu transportieren. Die damit einhergehenden Anpassungen des Herzen führen unbehandelt zu allgemeiner Herzmuskelschwäche  mit Erweiterung der Herzkammern und Herzrhythmus-störungen in Form von Extrasystolen und Vorhoffflimmern. Eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 10 mm Hg und des diastolischen Blutdrucks um 5 mm Hg kann bereits zu einer starken Verminderung des Risikos für Schlaganfälle, Herzinfarkte und für diabetesbedingte Todesfälle führen.

Eine erhöhte Aktivität von Blutplättchen, eine erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes sowie eine verminderte Gerinselauflösung führen zu Gefäßverschlüssen, sogenannten Infarkten. Wo ist hier der Zusammenhang zum Bauchfett? Neben den schon genannten Faktoren zur Entstehung einer Arteriosklerose ist dein Bauchfett auch für die Bildung von Plasminogen-Aktivator-Inhibitoren (PAI) verantwortlich. PAI sind spezifische Proteine mit hemmender Wirkung auf die körpereigene Auflösung von Blutgerinnseln (Fibrinolyse). Übermäßiges Viszeralfett stört durch Ausschüttung von PAI also den Abbau kleiner Blutgerinnsel, so dass diese zu größeren Thromben heranwachsen und Gefäße verstopfen können. Löst sich ein solcher Thrombus von der Gefäßwand, wird er zu einem frei schwimmenden Embolus, mit Potential zur Auslösung eines Infarktes.

Du siehst also, es lohnt sich für dich, deinen Bauchfettanteil zu kennen und zu kontrollieren. Ganz wichtig: mit zunehmendem Lebensalter nimmt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen generell noch zu! Aus diesem Grunde beschäftigen wir uns auf ModernAging.de frühzeitig mit diesem Thema.

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