Wer bist du und was machst du?

Ich bin René und selbständiger Personal Trainer mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Mein Leben ist also ständig in Bewegung. Meine sportlichen Wurzeln liegen im DDR-Leistungssport. Ich wurde als Hammerwerfer und später als Gewichtheber auf zwei Kinder- und Jugendsportschulen sehr intensiv gecoacht und in Wettkämpfen betreut. In diesen Jahren habe ich gelernt, was man aus seinem scheinbar gegebenen Körper alles machen kann, wie man mit angewandtem Wissen und Disziplin den eigenen Körper manipulieren, modellieren und zu Höchstleitungen entwickeln kann. Nach dem Abitur habe ich diese Eliteschule des Sports verlassen und in Berlin Biologie und Lebensmittelchemie studiert. In diesen Jahren habe ich gelernt, noch besser in mich hinein zu horchen, die Signale meines Körpers besser wahrzunehmen und auf dessen Bedürfnisse durch gezieltes Training und Ernährung einzugehen. Diese Erfahrungen habe ich schon früh als Trainer weitergegeben und dabei natürlich auch mehr über das Zusammenspiel von Körper und Geist gelernt. In der Weiterentwicklung zum Personal Trainer konnte ich schließlich alle meine über Jahre gesammelten Erfahrungen zusammen führen und individualisiert an meine Kunden weitergeben. So wurde mein Hobby zum Beruf. Die Selbständigkeit als Trainer gab und gibt mir bis heute die Möglichkeit, mich ganz den Themen Bewegung, Gesundheit und Ernährung zu widmen.

Wo sind deine Leidenschaften?

Wahrscheinlich würde man bei meiner Biografie erwarten, dass ich als Erstes den Sport nenne. Klassisches Ausdauer- und Krafttraining gehören für mich jedoch zum Alltag und ich empfinde das Training eher als eine selbstverständliche Routine, etwa so wie Zähne putzen. Sport gehört ganz klar zu meinem Leben aber es sind eher die seltenen Gelegenheiten zum Tauchen, Stand Up Paddling oder Bergwandern, die mich begeistern. Insgesamt sind intensive Naturerfahrungen und das damit verbundene Reise meine wahren Leidenschaften. Während es mich in jungen Jahren vor allem in die tropischen Regenwälder Lateinamerikas gezogen hat, sind es heute die Unterwasserwelt Polynesiens und die Kultur der polynesischen Inseln, die mich stark fesseln. Im Fokus steht dabei Hawaii. Spätestens an dem Tag als ich mit meiner Frau Sabrina, in einem kleinen Ocean Kayak treibend, bis auf Armeslänge in Kontakt mit einer Buckelwal-Kuh, ihrem Kalb und einem Bullen kam, habe ich mich in Maui verliebt. Diese Insel ist seither mein Sehnsuchtsort.

Warum beschäftigst du dich mit dem Altern?

In erster Linie habe ich angefangen mich mit dem Altern zu beschäftigen weil ich das Leben liebe. Es gibt so viele Dinge die ich auf der Welt sehen möchte, Landschaften, Kulturstätten, Tiere in ihrem natürlichen Habitat. Ich möchte auch noch so viele neue Dinge lernen und ausprobieren, dass ich mich manchmal frage, ob ich genügend Zeit dafür haben werde beziehungsweise ob ich körperlich lange genug fit dafür sein werde. Außerdem fasziniert mich der technologische Fortschritt und ich möchte erleben, wie die Welt von morgen aussieht, wie meine Tochter und vielleicht eines Tages meine Enkel leben werden. Wie die meisten von uns habe ich meine ersten Lebensjahrzehnte nicht über das Altern nachgedacht. Mit über 40, Familie und den ersten grauen Haaren drängt sich das Thema plötzlich auf. Ich stelle aber auch fest, dass mein bisheriger Lebensstil mich nur wenig hat altern lassen. Ich mache viel Sport, esse gesund und interessiere mich für viele Themen. Heute frage ich mich, ob ich diesen Trend weiter aktiv unterstützen kann, ob ich es selbst in der Hand habe, wie alt ich werde und mit welcher Lebensqualität. Das Thema Altern ist so spannend und so komplex, dass ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen auf diesem Blog teilen und so andere Menschen inspirieren möchte, ihr Leben mehr in die eigenen Hände zu nehmen.

Welche Vision vom eigenen Altern hast du?

Während vieler Reisen nach Costa Rica habe ich den dortigen „Pura Vida – Spirit“ kennengelernt, eine Lebenseinstellung, die dazu ermutigt, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Die Uhren ticken in dieser Gesellschaft etwas langsamer, man nimmt nicht alles so furchtbar ernst. Statt dessen genießt man eine gute Küche, die Reize des tropischen Klimas und die Gesellschaft von guten Freunden und der Familie. Das waren wichtige erste Impulse für mich, um über die Art zu Leben nachzudenken.

Jahre später haben mich Reisen nach Hawaii zum „Aloha – Spirit“ geführt. Die intensive Auseinandersetzung mit den Naturgewalten, die Achtung und Verbundenheit mit der Leben spendenden  Pflanzen- und Tierwelt, eine Kultur basierend auf gegenseitigem Respekt, Stolz, Ehre, Tradition und starker Familienbande, all das faszinierte mich vom ersten Tag an. Gleichzeitig ist der Lebensstil auf den Inseln Hawaiis geprägt von der Allgegenwärtigkeit des Pazifischen Ozeans. Wassersport jeder Art gehörtem zum Selbstverständnis der Einheimischen. Die Lebensfreude drückt sich auf dem Surfboard aus. Insgesamt wird körperliche Fitness sehr groß geschrieben. Lokale, frische und gesunde Bio-Nahrung steht hoch im Kurs.

Auch der Aloha-Spirit ist mit viel menschlicher Wärme, Freundlichkeit und Sinn für die schönen Dinge im Leben verbunden. Das drückt sich zum Beispiel auch im allabendlichen Beach-Stop zum Genießen des Sonnenuntergangs aus. Für mich ist dieser Lebensstil mit sehr viel Lebensfreude und positiver Energie verbunden. Genau so möchte ich einen Großteil meiner späten aktiven Lebenszeit verbringen und möglichst lange genießen. Die Sonne, das Meer, körperliche Aktivität und meine Familie werden dabei im Fokus stehen. All das wird mich täglich motivieren aufzustehen. Mein erklärtes Ziel ist es deutlich über 100 Jahre alt zu werden.